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Und nunmehr 10 Jahre besteht der Galerieladen kunst-a-bunt am Kollwitzplatz.
Inhaber Michael Bühnemann hatte im brodelnden Kreuzberg der späten 60er und 70er Bücher verlegt. Und er sammelte: Porzellan, Gläser, Bücher, Bilder. Seine besondere Neigung galt Grafiken von Ernst Barlach bis Magnus Zeller, Gemälde von Lovis Corinth bis Hans-Otto Schmidt.
Kurz vor der Jahrtausendwende zog er in den Prenzlauer Berg, in eine ehemalige Kinderbibliothek.
Seitdem kann man dort ausgiebig „antiken” Hausrat bewundern und manch wundervolles Stück für daheim erwerben. Man kann in Büchern, vor allem Kunstbüchern blättern, guten Rheinwein kosten und Bilder anschauen. Denn davon gibt es hier immer, darunter auch erschwingliche Raritäten.
Stolze 54 thematische Ausstellungen sind es, zu denen kunst-a-bunt bisher einlud. Sie betrafen Grafik von Emil Orlik und Henri Matisse, von Kurt Mühlenhaupt und Arno Mohr sowie Reportage- und Kunstfotografie, Karikaturen und Illustrationen. Und immer wieder: Malerei und Grafik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in unsere Tage. Diese Ausstellungen ziehen Nachbarn, Künstler und ansässige Politprominenz ebenso an wie Touristen und Kunstliebhaber. Zu letzteren gehören vor allem Sammler, und die kommen aus Berlin-Zehlendorf wie aus Japan. Ausstellungen seit 2000
Und dann wird nicht nur gekauft, sondern auch geredet – über Künstler, über einzelne Werke, über alles, was des Bewahrens wert ist. Abends wird im Laden manchmal auch vorgelesen und Musik gemacht: Amatillado-Proben und Gruselgeschichten, Wildes Winzerlatein für Gourmets oder Von Wikinger bis Wagenfeld, Schöpfung und Design im Dialog. Der Galerieladen kunst-a-bunt – ein munterer und gut besuchter Umschlagplatz für schöne Dinge. Bilder
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